

Mit
crossroads
arbeiteten wir an Stellen, die >Scheide-wege> markieren oder darstellen. Das sind Orte, an denen wir uns -gedanklich
oder tatsächlich- für Grundfragen von Entwicklung in unserer
Gesellschaft entscheiden müssen. Orte, an denen die Wirkungen und Konsequenzen
deutlich zu sehen sind.
Garzweiler ist ein solcher Ort, der z.B. Konflikte zwischen Arbeitsplatzerhalt/Energiegewinnung
und Zerstörung der Natur scharf hervortreten lässt. Deshalb arbeiten wir mit
„Sandgeflüster“
dort. In uns selber gibt es solche Orte, an denen sich z.B. unsere Sehnsüchte
nach unberührter Natur schneiden mit dem Wunsch nach ungebremster Mobilität.
Hier haben wir in Münster mit der Skulptur „Tunnelblick“
einen Platz für Beteiligung, Nachdenken, Innehalten und Irritation
geschaffen.
Die weltweit zunehmenden Krisen und Umwelt- katastrophen, aber auch die globalen
Wirtschafts-beziehungen und Kommunikationsstrategien erfordern neue Strategien
des Denkens und Handelns. Deshalb wählen wir bewusst für crossroads
künstlerische Vermittlungsformen, weil sie alle Sinne ansprechen (schließlich
lernen wir nicht nur mit dem Kopf!), mehr Raum für eigene Ideen lassen, kreative
Problemlösestrategien fördern und Gestaltungskompetenz stärken. „Atavus“
ist ein Beispiel dafür.
Mit den Arbeiten zu crossroads wollten
wir berühren, erinnern, sensibilisieren, Alternativen entwickeln, ermutigen,
Neues schaffen. In den Arbeiten zu crossroads
wollen wir Visionen entwickeln, wie eine nachhaltige Entwicklung
aussehen kann. Wie können wir gut leben, ohne weiter zu zerstören? Wie können
wir begreifen, dass unsere Art zu leben Einfluss hat auf die Lebensmöglichkeiten
anderer Völker? Welche Möglichkeiten haben wir im Kleinen und im Großen?
