Leitung des Projekts: "Atavus", Essen
Peter Reichenbach mit Heike Kensy-Rinas
Atavus bedeutet der Urahn, auch: das intuitive, überlieferte,
alte Wissen, das der Mensch braucht, um nachhaltige Entwicklungskonzepte zu
verstehen.
Im Waldatelier, an einer alten Schleifmühle in Essen, ist ein
solcher Ort für die Atavus-Schüler des Projekts
entstanden. Sie lernten, ihre eigenen schöpferischen Fähigkeiten zu nutzen. Mit
der Arbeit an unterschiedlichsten Materialien wie Ton und Holz, Lehm und Stein
schaffen sie eigene nachhaltige Kunstwerke, Skulpturen, Bilder und Land-Art-Objekte.




Atavus
geschah in Kooperation mit der Gesamtschule Essen-Süd. Über
ihre Erfahrungen und Empfindungen zum Projekt erzählen zwei Atavus-Schüler:
Jubin Hadadi-Moghadam: „Ich empfinde das hier schon
als Einblick in die Künstlerwelt, man fühlt sich richtig als ein Teil von ihr
und das gibt einem einen richtigen Schub. Seit dem Projekt bin ich selber viel
interessierter an Kunst. Ich male auch in meiner Freizeit viel mehr. So ist
man selbst Teil dieser Prozedur, man wird selbst zum Künstler. Atavus ist wie
eine Plattform, auf der man alle Ideen verwirklichen kann.“
Christoph Kuyl: „Das Atavus-Projekt finde ich
wundervoll. Die Atmosphäre hier ist toll, wir arbeiten in einem schönen Garten
mit vielen Werkzeugen. Es ist ein völlig anderer Kunstunterricht, man kann so
viel experimentieren: Wir haben mit den verschiedensten Materialien gearbeitet.
Mir persönlich gefällt die Arbeit mit Holz am Besten. Für meine Atavus-Aufgabe
habe ich mich von einem Besuch im Lehmbruckmuseum inspirieren lassen. Danach
habe ich eine Figur aus Holz gefertigt. Ich habe ein besonders schönes Stück
Holz aus dem Wald nur abgeschält und glatt poliert. Es sah aus wie ein Frauenkörper
und das Besondere daran, es war von der Natur gegeben. Zusätzlich erfahren wir
über diese Arbeit inhaltlich viel Neues über andere Kulturen, frühere Zeiten
und alternative Entwicklungswege.“

Das
Projekt Atavus fand seinen Abschluss im Sommer 2004.
Was im Projektjahr 2003 geschah, können sie dem PROJEKTARCHIV entnehmen.